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Messie-Syndrom, eine Komorbidität zu ADS?

Typische Selbstdarstellungen von Menschen mit möglichen Messie-Eigenschaften sind:

"Ich bin mir meiner eigenen Bedürfnisse, Ziele, Wünsche und Präferenzen nicht mehr deutlich bewusst, sie sind mir nicht mehr wichtig und können mich somit auch nicht mehr zu Handlungen anspornen."

"Finde ich nach endlosen Überlegungen endlich mal einen Anfang, packe ich eine Sache an, verzettele ich mich aber schnell. Irgendwann habe ich dann ein paar unwichtige Kleinigkeiten erledigt, ein paar neue Chaosecken geschaffen und bin anschließend völlig erschöpft."

"Die Sache mit der ich angefangen hatte, ist garantiert nicht gemacht und wenn mir das einfällt, bin ich gefrustet." "Die Unordnung kommt ganz von alleine. Ich komme vom einkaufen nach Hause und versorge einen Teil der Einkäufe. Dann kommt mir was anderes in den Sinn, das ich ja noch unbedingt machen sollte, und dann beginne ich dies und jenes - dabei fällt mir noch was anderes ein und am nächsten Tag stelle ich fest, dass z.B. die Wurst und der Käse statt im Kühlschrank auf dem Esszimmertisch oder neben dem Telefon liegen (z.B. weil da war jemand unerwartet angerufen hatte und mich unterbrochen). So ähnlich geht mir das mit vielen Dingen...!"

Wer ADS hat, leidet nicht automatisch auch an einem Messie-Syndrom. Aber wenn ADSler große oder dauerhafte Verkettungen von Misserfolgen und Enttäuschungen haben, dann kann zusätzlich als Komorbidität das Messie-Syndrom entstehen und als Erklärung für die beobachteten Handlungsblockaden dienen, um bessere Hilfen zu finden.

Wichtig bleibt festzuhalten, dass nicht jede Person, der eine psychische Krankheit namens ADS- und Messie-Syndrom nachgesagt wird, auch tatsächlich krank ist.

ADS und Neurofeedback, Artikel in der SZ am 13/14.9.14

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Lesenswert, wenn auch etwas langatmig ist am 13/14.9.2014 die Seite 3 der Süddeutschen Zeitung mit dem Artikel „Denk an dich“ über ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, attention deficit disorder, with or without hyperactivity) und Neurofeedback-Training, das als sehr erfolgreich beschrieben wird. Schon nach 25 bis maximal 45 Trainingsstunden könne ADHS häufig als geheilt gelten – im Wesentlichen durch die Kraft der eigenen Gedanken.

Nach wie vor lesenswert ist zu diesem Thema auch das Buch von Thom Hartmann "A Hunter in a Farmer's World".

Besonders gut gefallen haben mir Zitate von Dipl.-Psych. Dr. rer.soc Ute Strehl, wissenschaftliche Angestellte am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen wie:


„Was wir heute wissen, ist der neuste Stand des Irrtums.“ (Mehr...)